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Zum Konzert in der Kapelle St. Elisabeth in Eltville am Rhein schreibt das Rheingau Echo vom 1.12.2005:

 

Der Verein "Kapelle St. Elisabeth" präsentierte am vergangenen Sonntag das internationale Ensemble "Renaissance Kontinental". Die Kapelle war gut besucht, obwohl man zum ersten Mal einen moderaten Eintritt nahm. Hinter dem Ensemble stehen vier Ausnahmemusiker, die mit ihren Instrumenten vier Kontinente - Afrika, Asien, Australien und Europa - vertreten. Die
Zuhörer waren begeistert von den "Zwiegesprächen" der Basstrommel und dem Didgeridoo, der Harmonie von Violine und Pferdekopfgeige, von dem stimmlichen Ober- und Untertongesang des Mongolen Enkh Jargal Dandarvaanchig. Weitere Mitwirkende: Der Senegalese N'Diogou M'Baye, der Deutsche Hans-Jürgen Eichenberg und der Deutsch-Amerikaner Arthur Westerdoll. (jh)

 

In der Allgemeine Zeitung, Mainz, Ausgabe Main-Spitze vom 29.11.2005 ist zu lesen:

von Detlef Volk

Konzert mit Instrumenten aus vier Kontinenten

NAUHEIM Es war kein gewöhnliches Konzert, das die Gruppe "Renaissance-Kontinental" am Samstag im "Ried-Casino" gegeben hat. So ungewöhnlich wie die Zusammenstellung der Instrumente war auch ihre Musik.
Die vier Musiker spielen auf Instrumenten aus vier Kontinenten. Hans Jürgen Eichenberg (Didgeridoo) Enkh Jargal Dandaarvaanchig (Pferdekopfgeige, Ober- und Untertongesang), N'Diogou M `Baye (Djembé-Trommel) und John Arthur Westerdoll (Violine) boten ein vielfältiges Klangspektrum. Die Stücke entstanden dabei spontan und entwickelten sich im Zusammenspiel auf der Bühne. Selbst die rund 80 Zuhörer wurden zur Klanggestaltung herangezogen, als John Arthur Westerdoll zum rhythmischen Mitklatschen aufforderte.
Das Zusammenspiel funktionierte nicht nur zwischen Publikum und Musikern, auch untereinander wurde solo, zu zweit oder im Quartett die Musik fließen gelassen. Bekannte Lieder erwarteten die Zuhörer dabei allerdings vergebens und es gab auch kein Programm. Alles entwickelte sich aus harmonischen Improvisationen heraus.
Als Zugeständnis an die jüngere Generation wurde sogar Sprechgesang als moderner Rap angedeutet. Der klangliche Höhepunkt wurde zum Ende des Konzerts mit einem rund 20 Minuten dauernden Stück erreicht. Nach knapp drei Stunden Konzert wurden die vier Musiker aber erst nach mehreren Zugaben von der Bühne entlassen.
Das Konzert war in Zusammenarbeit vom Verein "Freundschaft unter Nationen" (FUN) und dem Ausländerbeirat der Gemeinde organisiert und mit essbaren Spezialitäten aus den vier Kontinenten angereichert worden.

 

Das Füssener Blatt der Allgäuer Zeitung vom 02.09.2005 schreibt zum Auftritt während des Festivals "Vielsaitig":

von Ulrike Aicher

Herbert Biller und feinste Weltmusik
Spektakuläre Stationen und Experimente bei

"vielsaitig"

[....]
Von klassisch zu mongolisch

Nach der Pause im Garten des K4-Kulturcafés, strömte die Besucherschar über die Lechhalde in den Fürstensaal. Dem Geiger John Arthur Westerdoll, Begründer der außergewöhnlichen Weltmusikgruppe "Renaissance Kontinental", gelang mit seinem emotional kraftvollen Spiel wie auf magische Weise der Übergang von europäisch klassischer Musikimprovisation in die ursprünglichen Klänge der Mongolei. Enkh Jarg, Meisterspieler des mongolischen Nationalinstruments, der Pferdekopfgeige sowie Kehlkopf- und Untertonsänger, war zweifelsohne der Star des Abends. Mit mönchisch anmutenden Tönen und meisterhaftem Spiel eroberte er die Herzen des Publikums. Einfühlsam rhythmisch bereichernd, der Senegalese N'Diogou auf den Trommeln und schließlich, haltend und tragend, Hans-Jürgen Eichenberg am Didgeridoo. Luis Brugger und Pedro Gato-Lopez sorgten mit Geige, Stuhl- und Body-Percussion für eine gelungene Zugabe. Frenetischer Jubel, der kein Ende nehmen wollte. Ein großartiger Abend, der die Kraft der Freundschaft und lebendigen Völkerverbindung atmete.

 

Die Mainzer Allgemeine Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 28.12.2002 zur "Night of the Champs":

von Michael Heinze

Spitzensportler als Showstars auf der Bühne „Night of the Champs" in der Phönixhalle

 

Erst waren es nur ein paar Zuschauer, die aufstanden und in die Hände klatschten. Dann gesellten sich immer mehr dazu und am Schluss hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl: Das Publikum in der Phönixhalle spendete begeisterten Beifall. Die Menschen waren hin und weg ob des sportlichen und musikalischen Hochgenusses, den ihnen die Protagonisten bei der „Night of the Champs" – der Show der Weltmeister – verschafft hatten.

109 Minuten lang entführten 24 Sportler, die durch die Bank zum ersten Mal in einer Theaterproduktion auf der Bühne standen, und vier Musiker die mehr als 1000 Gäste in eine Welt der Phantasie. Eine Symbiose von Sport und Kultur, die es in dieser Form noch nie gegeben hat, hatte Choreograph Wolfgang Bienzle versprochen. Der 36-Jährige hatte den Mund nicht zu voll genommen. Die Olympiasieger, Welt- und Europameister der verschiedensten Randsportarten präsentierten eine elegante Showproduktion der Superlative mit einem faszinierenden Bühnenbild und tollen Lichteffekten.

Die Story: Anne, eine unverbesserliche Romantikerin, befindet sich nach einigen unerfreulichen Erlebnissen plötzlich in einer schillernd bunten Welt. Hier scheint alles möglich zu sein. Unter anderem laufen dem verträumten Mädel wilde Piraten, Vogelscheuchen sowie lebendige Wegweiser über den Weg. Auch Figuren aus der Sesamstraße begegnet sie. Ernie und Bert, die sich einmal mehr foppen, hüpfen auf dem Riesentrampolin. „Stark", staunte ein Zuschauer, als Ernie in blauer Jeans-Latzhose zur einem fetzigen Neue Deutsche Welle-Song im Flug seine Schuhe verlor und diese per Fallschirm sicher am Boden landeten.

„Das Ganze beginnt in der Realwelt, wechselt in eine Scheinwelt und zum Schluss wieder in die Realwelt", erläuterte Bienzle. Der Macher höchstselbst hatte den Reigen der atemberaubenden und akrobatischen Vorführungen eröffnet. Als wäre es die einfachste Sache der Welt, kleidete sich der Athlet mit dem schütteren Haupthaar und den strammen Oberschenkeln am Rhönrad turnend komplett an. Bis hin zu Schlips und Sonnenbrille. Als sich der Artist, der auch schon in Las Vegas auf der Bühne stand, per Salto rückwärts verabschiedete, brandete tosender Applaus auf.

„Die Musik ist toll", flüsterte eine Dame im Publikum ihrem Anvertrauten ins Ohr, als die Turngötter Sergej Charkov, Ralf Büchner, Mario Franke und Florian Krick gestresste Banker mimten. „Wir haben mit dem Element Musik zu spielen versucht", kommentierte Bienzle. Während die Turner zu den Klängen von Rammstein ihre Muskeln spielen ließen, drehten die Kunstradfahrer Jens Schmitt und Jose Arenallo zu indischem Technosound ihre Runden.

Für Livemusik sorgte ein fideles Quartett. Im virtuosen Zusammenspiel der Musiker von „Renaissance Kontinental" bildeten die Instrumente Shudrag (Enkhtuya Jamboldrj), Didgeridoo (Hans-Jürgen Eichenberg), Djembé (N'Diougou M'Baye) und Violine (John Arthur Westerdoll) bei all ihrer Gegensätzlichkeit ein unvergleichlich harmonisches Klangerlebnis.

 

Zum Konzert "Kultur in der Kirche" am 23.06.2002 schreibt die Frankfurter Rundschau in ihrer Ausgabe vom 25.06.2002 :

von Walter Fischer

Musik ohne Grenzen

 

Ein Klangabenteuer mit Musik aus vier Kontinenten in der evangelischen Kirche in Hochheim

HOCHHEIM. Unter dem Begriff "Weltmusik" versteht man im allgemeinen nichts anderes als die jeweils traditionelle Musik der verschiedenen Regionen dieser Erde. Jamaikanischer Reggae zählt dazu, ebenso der portugiesische Fado oder die klassische Gagaku-Hofmusik aus Japan. Diese Stile werden häufig in mehr oder weniger gelungener Weise in westliche Musikformen wie Rockmusik integriert oder in ihrer Reinform als ethnische Volksmusik dargeboten. Seltener ist da schon, dass Vertreter aus unterschiedlichen musikalischen Kulturen ihre jeweils eigenen Instrumente in einer Gruppe zu einem eigenständigen Klangkörper zusammenfügen.

Das Ensemble "Renaissance Kontinental", das am Sonntagabend in der evangelischen Kirche in Hofheim gastierte, zählt zu den Ausnahmen, vielleicht zu den Vorreitern einer künftigen Entwicklung. Vier Kontinente, vier Kulturen, vier musikalische Stile vereint das ungewöhnliche Ensemble. Asien, Australien, Afrika und Europa werden durch jeweils heimische Instrumente repräsentiert, der amerikanische Kontinent ist nicht vertreten. Ob Zufall oder Kalkül spielt keine Rolle - denn Tango und Samba, Jazz, Blues und Rock sind in der internationalen Musikszene ohnehin an jeder Ecke präsent und insofern obsolet für eine Gruppe wie "Renaissance Kontinental".

Enkhtuya Jamboldrj, eine zierliche, junge Frau aus der Mongolei, spielt das dreisaitige Zupfinstrument Shudrag, der Senegalese N'Diougou M'Baye trommelt auf der traditionellen, mit Ziegenfell bespannten Djembe und Hans-Jürgen Eichenberg repräsentiert mit dem jahrtausendealten Didgeridoo die Ureinwohner Australiens. Das dem Hochheimer Publikum vertrauteste Instrument war sicher die Violine von John A. Westerdoll, ein Werk des neapolitanischen Geigenbauers Alphons de la Corte aus dem 17. Jahrhundert.

Sinnvollerweise bekamen die Musiker die Gelegenheit, sich und ihr Instrument zunächst in kurzen Solodarbietungen vorzustellen. Auf die fernöstlichen Saitenklänge der Shudrag folgt das tief vibrierende, monoton anmutende Gebläse des Didgeridoo, das seinen ursprünglichen Ort in den traditionellen Ritualen und Zeremonien der Aborigines hat. Daraufhin lässt John A. Westerdoll seine Violine derart virtuos erklingen, dass manch einer der Zuhörer es kaum glauben konnte, dass da nur ein einziges Instrument zu hören sein sollte. N'Diougou M'Baye bringt schließlich mit seiner Djembe ein weiteres Element in das Konzert: die Faszination des puren Rhythmus, der, länger und intensiver gehört, wohl durchaus tranceähnliche Zustände hervorzurufen vermag.

Auf die Soloauftritte folgen unterschiedliche Duette, bevor sich die Musiker zum gemeinsamen Spiel zusammenfinden. Und genau hier zeigt sich die Eigenart und die Einzigartigkeit des Ensemble "Renaissance Kontinental": Shudrag, Didgeridoo, Djembe und Violine finden zu einer Musik zusammen, die keiner der einzelnen Regionen entstammt, sondern eigens für dieses Ensemble komponiert ist. Vielleicht ist dies die strukturell einzige musikalische Konstellation, die den Begriff "Weltmusik" rechtfertigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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