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Wandler zwischen den Welten

 

Mongolische Musik ist untrennbar inspiriert von der Weite der Steppe, der Einsamkeit der Wüste Gobi, den schneebedeckten Bergen des Altai-Gebirges und der Kraft des elementaren Lebens mit der Natur. Enkh Jargal stammt aus dem Norden der Mongolei. Er kennt die extremen klimatischen Gegensätze, die wilde Tierwelt seiner Heimat mit Bären und Wölfen, wie auch das Nomadenleben seiner Pferde züchtenden Familie.

 

Der Pferderhythmus ist ein zentrales Thema in der traditionellen mongolischen Musik. Dementsprechend spielt Enkh Jargal das Nationalinstrument Morin Khoor, die zweisaitige Pferdekopfgeige, deren Kopf mit einem geschnitzten Pferdekopf verziert ist. Der Bogen, wie auch die Saiten sind mit Pferdehaaren bespannt.

 

Epi, wie er kurz genannt wird, erlernte sein Instrument im Musikinternat und später als Meisterschüler an der Musikhochschule Ulan Baator, der mongolischen Hauptstadt. In dieser Zeit begann er auch zu singen.

 

Charakteristisch für den mongolischen Gesang ist einerseits der Kehlkopf- und Untertongesang, Charchiraa genannt, andererseits der Obertongesang Chöömii, der über einen gehaltenen Grundton eine klare, flötenartige Melodie erklingen lässt.

 

In der Mongolei war Enkh Jargal im ganzen Land mit verschiedenen Ensembles unterwegs, bis er 1993 als Leiter der Gruppe "Altain Orgil" erstmals nach Deutschland kam.

 

Im Zusammenspiel mit bekannten Musikern wie Rüdiger Oppermann, Peter Götzmann oder Rainer Granzin konnte er seine Fähigkeit zum improvisierenden Spiel entfalten.

 

Enkh Jargal verbindet auf wunderbare Weise die uralte Musiktradition seiner Heimat mit den uns vertrauten modernen oder auch klassischen Klängen.

 

 

 


 

 

N'Diogou M'Baye | H.-J. Eichenberg | J. A. Westerdoll

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